2010

22.12.2010 Mirarbeiter erhalten Zuweisung für das neue Jobcenter
(Presseinformation Nr. 59)

Zum 1. Januar 2011 werden bundesweit die bisherigen Arbeitsgemeinschaften zwischen der Bundesagentur für Arbeit und den Städten bzw. Landkreisen in gemeinsame Einrichtungen, den sogenannten Jobcentern, überführt. Das Integrations- und Leistungszentrum Havelland (ILZ) wird dann den Namen „Jobcenter Integrations- und Leistungszentrum Havelland (ILZ)“ tragen.
Das Personal, das von der Bundesagentur für Arbeit und dem Landkreis Havelland
gestellt wird, geht in das neue Jobcenter über, so wie es das Gesetz zur Weiterentwicklung der Organisation der Grundsicherung für Arbeitsuchende vom 3. August 2010 vorsieht. Geschäftsführer Dennis Granzow und die jeweiligen Bereichsleiter überreichen heute und morgen den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die entsprechenden Zuweisungsschreiben. „Damit ist der Start des Jobcenters zum 1. Januar 2011, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter angeht, sicher gestellt“ so Dennis Granzow. Für die Angestellten des Jobcenters werden sich kaum Veränderungen ergeben, da bisherige tarifliche und arbeitsrechtliche Regelungen bestehen bleiben.

14.12.2010 Veränderte Öffnungszeiten für Dezember im ILZ
(Presseinformation Nr. 58)

Das Integrations- und Leistungszentrum Havelland möchte darauf hinweisen, dass die Geschäftsstelle Nauen am Donnerstag, den 16.12.2010 ab 16.00 Uhr und am Freitag, den 17.12.2010 ganz für den Besucherverkehr geschlossen wird. An diesen beiden Tagen finden Renovierungsarbeiten am Standort Nauen des ILZ Havelland statt.

Außerdem wird die allgemeine Sprechzeit am Donnerstag, den 23.12.2010  vorverlegt. Alle Dienststellen des Integrations- und Leistungszentrums Havelland (Nauen, Falkensee und Rathenow) sind in der Zeit von 10.00 Uhr bis 15.30 Uhr für den Besucherverkehr geöffnet. Terminvereinbarungen außerhalb dieser Sprechzeit bleiben bestehen.
Am Donnerstag den 30.12.2010 erfolgt ebenfalls eine Verlegung der Sprechzeiten. Alle Standorte sind in der Zeit von 8.00 bis 13.00 Uhr geöffnet. Bundesweit wird an diesem Tag das Finanzsteuerungssystem umgestellt, so dass ab 13.00 Uhr keine Buchungen und Auszahlungen mehr möglich sind.

28.09.2010 Ziel ist ein Leben ohne staatliche Leistung
(Presseinformation Nr. 56)


Der Service für Arbeitgeber (SfAG) des Integrations- und Leistungszentrums Havelland ist Ansprechpartner für Unternehmen, die auf der Suche nach Hilfs- und Fachkräften und Auszubildenden sind und akquiriert selbst Stellen und Ausbildungsplätze. Die 10 havellandweit agierenden Arbeitsvermittler sprechen mit potentiellen Arbeitgebern über mögliche Förderungen, wenn Bewerber für den zu besetzenden Arbeitsplatz Defizite aufweisen. Je nach Art der vorhandenen Defizite sind finanzielle Fördermöglichkeiten, wie z.B. Probearbeit, Weiterbildungsmaßnahmen oder die Zahlung von Eingliederungszuschüssen möglich.
Aber auch um Arbeitnehmer, die zwar einer Arbeit nachgehen, davon aber allein nicht leben können, kümmern sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des SfAG. Allgemein werden diese Leistungsempfänger als „Aufstocker“ bezeichnet. Von den 11.770 erwerbsfähigen Hilfebedürftigen im Havelland verfügen 4.243 über ein Einkommen aus Erwerbstätigkeit. Das Einkommen kann aus geringfügiger Beschäftigung, Minijobs, Selbstständigkeit aber auch aus Vollzeitjobs stammen.
Das Augenmerk des SfAG liegt auf Havelländern, die einer geringfügigen Beschäftigung oder einem Minijob nachgehen. In Gesprächen mit Arbeitgebern soll nach Wegen der Umwandlung in eine sozialversicherungspflichtige Arbeitsstelle gesucht werden. Frau Annett Ebert vom SfAG des ILZ Havelland dazu: „Wir haben in diesem Jahr bereits 230 Gespräche mit Arbeitgebern geführt und in 50 Fällen ist es uns gelungen, die Stellen in Vollzeitbeschäftigung umzuwandeln. Mit dem Ergebnis sind wir zufrieden und sind sehr optmistisch, dass bis zum Jahresende noch ein paar Stellen dazukommen werden“. Einer, der von den Gesprächen und Angeboten des SfAG profitiert hat, ist Stefan Franke. Nach Abschluss seiner Berufsausbildung als Bürokaufmann 2008 konnte er keinen festen Job finden. Im September 2008 nahm er in Falkensee eine Nebenbeschäftigung auf. Im Teamsport- und Sportbekleidungsgeschäft „Sports & More“ arbeitete er im Verkauf und half im Lager. Mit Hilfe eines Eingliederungszuschusses war es Herrn Heiko Richter als Arbeitgeber möglich, Stefan Franke fest einzustellen. „Inzwischen ist er soweit, dass er Aufträge komplett abarbeiten kann: von der Auftragsannahme über die Erstellung des Layouts am Computer bis hin zum Bedrucken der Textilien - auf ihn ist Verlass“ so Heiko Richter. Stefan Franke macht die Arbeit Spaß: “Ich fühle mich hier sehr wohl - das Arbeitsfeld ist abwechslungsreich, die Kolleginnen sind nett und ich habe einen verständnisvollen Chef – mehr kann man sich nicht wünschen. Und ich bin natürlich froh aus dem Leistungsbezug raus zu sein. Es ist schon ein gutes Gefühl sein eigenes Geld zu verdienen.“ Damit ist ein wichtiges Ziel des Integrations- und Leistungszentrums Havelland erreicht: Havelländer wieder in Arbeit zu bringen, die ihnen mit selbst verdientem Geld ein Leben ohne Leistungen vom Staat ermöglicht.
29.07.2010 Die ersten AfB-Stellen entstehen im Landkreis Havelland
(Presseinformation Nr. 55)

Öffentlich geförderte Beschäftigung in Brandenburg:

Die Umsetzung des neuen Förderprogramms „Arbeit für Brandenburg“ (AfB) nimmt Gestalt an: Arbeitsstaatssekretär Prof. Dr. Wolfgang Schroeder überreichte heute in Wustermark dem Landrat des Landkreises Havelland, Dr. Burkhard Schröder, den landesweit ersten Zuwendungsbescheid für 67 Stellen. Davon werden die ersten zehn Arbeitsplätze in der Sielmanns Naturlandschaft Döberitzer Heide gGmbH geschaffen. Die zehn Langzeitarbeitslosen werden dort ab August in den Bereichen Tierpflege, Wege- und Landschaftsgestaltung sowie Einrichtung von Aussichtspunkten arbeiten. Den Bescheid für diese Stellen übergaben Landrat Schröder und Dennis Granzow, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft „Integrations- und Leistungszentrum Havelland“, an den Arbeitgeber, die Akademie Seehof GmbH.

Bis jetzt haben neben Havelland die Landkreise Oder-Spree, Teltow-Fläming, Prignitz und Uckermark sowie die kreisfreie Stadt Cottbus Anträge über insgesamt 386 AfB-Stellen gestellt. Das Arbeitsministerium legt jährlich auf der Grundlage der Arbeitsmarktsituation für jeden Kreis und jede kreisfreie Stadt ein Kontingent fest, das das Havelland mit den 67 Stellen ausgeschöpft hat. „Arbeit für Brandenburg“ startete am 1. Juli 2010. Durch das Programm sollen bis Ende 2014 6.500 Langzeitarbeitslose im gemeinwohlorientierten Bereich Arbeit finden. Für 2010 sind 1.200 Stellen geplant.

 Arbeitsstaatssekretär Wolfgang Schroeder: „Arbeit für Brandenburg startete vor vier Wochen. Die bisherige Bilanz kann sich sehen lassen. Ein Drittel der für dieses Jahr geplanten Arbeitsplätze sind beantragt. Die Landkreise nutzen AfB bei der Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit. Sie profitieren aber auch selbst davon, denn die Arbeiten helfen, kommunale Angebote zu verbessern. Hier in Sielmanns Naturlandschaften werden die Teilnehmer bei der touristischen Aufbereitung des wildähnlichen Naturschutz- und Naherholungsgebietes mithelfen. Das kommt der ganzen Region zugute.“
Für Landrat Dr. Burkhard Schröder sichert das Land mit dem Programm „Arbeit für Brandenburg“ in hilfreicher Weise neben Bund, Kommunen und Maßnahmeträgern die Gesamtfinanzierung von immerhin 67 Stellen für Langzeitarbeitslose im öffentlichen Beschäftigungssektor des Landkreises: „Entscheidend wird sein, jetzt zügig vor Ort anspruchsvolle Maßnahmen von öffentlichem Interesse zu planen und über deren Umsetzung in Ausschöpfung des Kontingentes zu entscheiden. Kein Zweifel – dies gelingt, unsere regionalen Akteure und Behörden sind hier geübt!“
Dennis Granzow, Geschäftsführer des „Integrations- und Leistungszentrum Havelland“: „Wir können mit dieser Förderung wieder Menschen in Arbeit bringen, die lange Zeit ohne Beschäftigung waren. Sie erhalten vom Integrations- und Leistungszentrum Havelland eine Arbeitsgelegenheit in der Entgeltvariante, d.h. einen sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplatz, der mit durchschnittlich 780 Euro netto im Monat entlohnt wird. Das Land Brandenburg steuert über das Programm ‚Arbeit für Brandenburg‘ 250 Euro, der Landkreis Havelland über eingesparte Kosten der Unterkunft 130 Euro zur Finanzierung der Arbeit bei. Wir sehen diese zweijährige Beschäftigung als gute Grundlage sich zukünftig erfolgreich bewerben zu können.“

Das neue Förderprogramm „Arbeit für Brandenburg“ soll mindestens 6.500 vorwiegend älteren Langzeitarbeitslosen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung von bis zu zwei Jahren ermöglichen. Das Land stellt insgesamt 40 Mio. Euro zur Verfügung – für jedes Beschäftigungsverhältnis monatlich 250 Euro. Weitere Mittel kommen vom Bund und den Kommunen.
Der Stundenlohn soll mindestens 7,50 Euro betragen, um ein existenzsicherndes Einkommen zu gewährleisten. Gibt es einen höheren Tariflohn oder eine höhere ortsübliche Entlohnung, ist auch ein höherer Satz möglich. Die Arbeitszeit liegt bei 30 bis 40 Wochenstunden in Abhängigkeit von der jeweiligen Leistungsfähigkeit. Damit werden je nach Arbeitsumfang mindestens Monatslöhne zwischen rund 950 und rund 1.300 Euro (brutto) erreicht.
Arbeitgeber können Kommunen (Kreise, Städte, Gemeinden, Ämter), aber auch Verbände, Vereine und Arbeitsfördergesellschaften sein. Überregional tätige Verbände und Vereine können unabhängig von den Kontingenten der Kommunen einen Förderantrag stellen. Die Verdrängung regulärer Beschäftigung sowie Wettbewerbsverzerrungen sind auszuschließen.

28.07.2010 3. Platz für ILZ Havelland
(Presseinformation Nr. 53)

Die Zahl der Bedarfsgemeinschaften im Havelland ist kontinuierlich weiter gesenkt worden. Bis April 2010 war dieser Trend nicht deutlich erkennbar, mit der statistischen Erfassung Ende Juni sind sie jetzt bis auf 8.886 gesunken. Im Juni des Vorjahres wurden noch 9.175 Bedarfsgemeinschaften gezählt.

Z.Z.betreut das ILZ Havelland 12.186 erwerbsfähige Hilfebedürftige, darunter 6.486 25jährige bis 50jährige und 2.040 55jährige und älter. Von den 1.471 Alleinerziehenden, die Leistungen nach dem SGB II erhalten, sind 222 unter 25 Jahre alt.

Auch in diesem Monat erreichte das ILZ Havelland in Bezug auf die Integration in versicherungspflichtige Arbeit bzw. in Ausbildung, im Vergleich zu allen SGB II Behörden in Berlin/Brandenburg, einen vorderen Platz. Hinter den Landkreisen Dahme-Spreewald und Potsdam-Mittelmark belegt das ILZ Havelland einen 3. Platz (von 25 ARGEn), mit einer Integrationsquote von 14,2 %. Die Integrationsquote beschreibt das Verhältnis der Vermittlungen zum Gesamtbestand an zu vermittelnden Personen. In Zahlen ausgedrückt: 1.451 Langzeitarbeitslose konnten im ersten Halbjahr 2010 in Arbeit bzw. Ausbildung vermittelt werden.
Im Bereich der Jugendlichen konnte eine Integrationsquote von 16,9 % erreicht werden. Hier haben 229 von 2.071 der unter 25Jährigen eine Arbeit bzw. Ausbildung aufgenommen.

Einen nicht unerheblichen Beitrag zur Arbeitsplatzbeschaffung leistet der eigene Service für Arbeitgeber des ILZ Havelland. Er hat im ersten Halbjahr 2010 bereits 284 Stellenangebote mit 452 Arbeitsplätzen eingeworben - hauptsächlich in der havelländischen Region

28.07.2010 Betriebliche Einschränkungen am 30. Juli 2010
(Presseinformation Nr. 52)

Am 30. Juli 2010 steht den Mitarbeitern/innen der Leistungsabteilung des ILZ Havelland das Bearbeitungsprogramm A2LL aus technischen Gründen nicht zur Verfügung. In diesem Zusammenhang möchten wir darum bitten, am 30. Juli 2010 von Vorsprachen im Leistungsbereich an allen drei Standorten (Nauen, Rathenow und Falkensee) Abstand zu nehmen. Es können an diesem Tag nur absolute Notfälle bearbeitet werden.
An diesem Tag sind ebenfalls keine leistungsrechtlichen Auskünfte über das Service Center oder die Eingangszonen möglich.

Die Mitarbeiter/innen des Bereiches Markt und Integration also die Vermittler/innen stehen den Leistungsempfängern zur Verfügung. Vereinbarte Termine mit Vermittlern werden durchgeführt.

15.07.2010 „Perspektivcenter“ – nach einem erfolgreichen Jahr verlängert
(Presseinformation Nr. 51)

Das Projekt „Perspektivcenter“ wurde im vorigen Jahr vom Integrations- und Leistungszentrum Havelland entwickelt und konnte nach öffentlicher Ausschreibung im August 2009 an die Akademie Seehof GmbH vergeben werden. Ziel des Projektes ist es, Leistungsempfänger des SGB II in verschiedenen Modulen so zu aktivieren, dass sich ihre Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern. Im Ergebnis konnten mit Stand Juni 2010 insgesamt 26 Teilnehmer in den ersten Arbeitsmarkt integriert werden. Das Projekt wurde jetzt um ein Jahr verlängert.

Durchschnittlich 200 Teilnehmer im Monat nehmen zwischen einer bis max. 27 Wochen am Projekt teil. Die zeitliche Differenzierung liegt an den unterschiedlichen Voraussetzungen, die die Leistungsempfänger mitbringen. Hier kommen Menschen ohne Schulabschluss bis zum Hochschulabschluss, jahrelanger Arbeitslosigkeit bis kurzfristig arbeitslos zusammen.
An 3 Tagen in der Woche finden Schulungen zu verschieden Themenbereichen statt. Für die restlichen zwei Wochentage werden Aufgaben erteilt, die sie selbstständig als eine Art Hausaufgabe erledigen sollen. Neben der Teilnahme an verschiedenen Modulen werden die Leistungsempfänger von einem ihm fest zugeteilten Dozenten betreut. Es hat sich gezeigt, dass in persönlichen Gesprächen Hemmschwellen leichter abgebaut werden können und das Selbstwertgefühl gestärkt wird. Auch die einmal im Monat organisierten Treffen, z.B. Besuch des Reichstages, wirken positiv auf die Motivation der Teilnehmer. In den Projektgruppen selbst entstehen neue soziale Bindungen - man tauscht nicht nur Erfahrungen aus sondern informiert sich untereinander zu Hilfsangeboten und Stellenangeboten, so die Feststellung von Herrn Axel Dieckmann, verantwortlicher Projektleiter für den Bereich Nauen/Falkensee der Akademie Seehof. „Das zeigt, dass die Teilnehmer nach und nach wieder am gesellschaftlichen und kulturellen Leben interessiert sind. Sie erkennen, dass sie sich selbst darüber klar werden müssen, wie ihre Zukunft aussehen soll“.

Im angebotenen Bewerbungstraining geht es nicht allein um die Erstellung von Bewerbungsunter-lagen, sondern auch um solche Dinge wie Selbstvermarktung, Medienkompetenz und Outfitberatung. In einem weiteren Modul stehen die Themen berufliche Alternativen und Flexibilität im Vordergrund. Es sind oft langwierige Gespräche nötig, um Differenzen zwischen der Realität und der individuellen Vorstellung bzgl. Berufschancen abzubauen.
Erstmalig fand Ende Juni eine Arbeitnehmermesse statt. Die Projektteilnehmer stellten sich Arbeitgebern wie z:b. Südwind, Ranstadt, ZAG, Junick Restaurant GmbH und NWG e.G. mit Bewerbungsmappen, persönlichen Flyern u.a. vor. Im Ergebnis konnten 7 Arbeitsverträge abgeschlossen werden und Praktika mit der Option auf einen festen Arbeitsvertrag vereinbart werden. Betriebliche Arbeitserprobungen sind während des Projektes möglich. Wenn z.B. der erlernte Beruf nicht mehr angeboten wird oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann, besteht die Möglichkeit des „Reinschnupperns“ in andere Berufsfelder. In zwei bis max. 4 Wochen kann sich jeder Teilnehmer ein Bild von der gewählten Berufsbranche machen. Im Bereich Nauen/Falkensee stehen z.Z. ca. 60 Betriebe mit Praktikumsplätzen zur Verfügung. „Wir haben in der letzten Zeit festgestellt, dass viele Teilnehmer ihre Einstellung bzgl. einer Arbeit auf Basis eines Kombilohns oder auch Zeitarbeit verändert haben“ so Axel Dieckmann. Auch ein 400 € Job kann eine Chance für einen beruflichen Neuanfang sein, zumindest ein erster Schritt, um aus dem Leistungsbezug herauszukommen. Zu dieser Erkenntnis hat nicht zuletzt die praktische Arbeit beigetragen. Mit der Verlängerung des Perspektivcenter Projektes ist bereits für den kommenden Herbst eine Neuauflage der Arbeitnehmermesse geplant

08.07.2010 „Perspektivcenter“ – nach einem Jahr erfolgreiche Bilanz gezogen
(Presseinformation Nr. 50)

Das Projekt „Perspektivcenter“ wurde im vorigen Jahr vom Integrations- und Leistungszentrum Havelland entwickelt und konnte nach öffentlicher Ausschreibung im August 2009 an die Akademie Seehof GmbH vergeben werden. Ziel des Projektes ist es, Leistungsempfänger des SGB II in verschiedenen Modulen so zu aktivieren, dass sich ihre Vermittlungschancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern.
Die Teilnehmer werden zu verschiedenen Themenbereichen halbtags geschult und bei Bedarf von Sozialpädagogen betreut. Zusätzlich werden Aufgaben erteilt, die sie selbstständig als eine Art Hausaufgabe erledigen sollen.

Durchschnittlich 200 Teilnehmer im Monat nehmen zwischen einer bis max. 27 Wochen am Projekt teil. Das hat seine Ursache in den unterschiedlichen Voraussetzungen, die die Leistungsempfänger mitbringen. Hier kommen Menschen ohne Schulabschluss bis zum Hochschulabschluss, jahrelanger Arbeitslosigkeit bis kurzfristig arbeitslos zusammen.

In fünf verschiedenen Modulen werden die Teilnehmer von vier Jobcoaches und zwei Sozialpädagogen betreut. Im Bewerbercenter durchlaufen sie ein Bewerbungstraining. Es geht hier nicht allein um die Erstellung von Bewerbungsunterlagen, sondern auch um solche Dinge wie Selbstvermarktung, Medienkompetenz, Outfit- und Typberatung. In einem weiteren Modul stehen die Themen berufliche Alternativen und Flexibilität im Vordergrund. Z.B. soll geprüft werden, ob es möglich ist, als gelernter Chemiefacharbeiter in der Optikbranche zu arbeiten. Oder das oft gebrauchte Argument - ich komme von meinem Wohnort nicht weg. Mit Aufträgen zur Erstellung von Fahrplänen mit zugehörigen Fahrzeiten wird vielen Teilnehmern zum ersten Mal deutlich, dass es Möglichkeiten unter Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs gibt. Und wenn nicht, muss vielleicht über einen Umzug nachgedacht werden.
Im Modul 4 werden Leistungsempfänger mit einer Vielzahl von Vermittlungshemmnissen betreut. Durch eine individuelle Einzelfallbetreuung öffnen sich eher verschlossene Teilnehmer und in Gesprächen können Blockaden abgebaut werden. So wird eine Kontaktaufnahme z.B. zur Schuldnerberatung, Krankenkasse und zu Wohnungsgesellschaften wieder möglich.
Für jeden Teilnehmer ist eine betriebliche Arbeitserprobung möglich. Wenn z.B. der erlernte Beruf nicht mehr angeboten wird oder aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausgeübt werden kann, besteht die Möglichkeit des „Reinschnupperns“ in andere Berufsfelder. In ein bis max. 4 Wochen kann sich jeder Teilnehmer ein Bild von der gewählten Berufsbranche machen. Praktika könnten u.a. ein Sprungbrett für einen neuen Job sein. Z.B. hat sich ein Teilnehmer erst nach langen Diskussionen bereiterklärt, unentgeltlich ein Praktikum zu absolvieren. Seit Januar 2010 ist er nun, aufgrund seines Praktikums, in einem optischen Betrieb in Rathenow fest angestellt Die Akademie Seehof hat ein Kontingent von ca.50 Praktikumsbetrieben im Raum Rathenow anzubieten und akquiriert ständig neue Betriebe.

„Das Hauptziel, dass die Projektteilnehmer eigeninitiativ auf Arbeitsplatzsuche gehen, wird nur durch eine grundlegende Motivierung und Stabilisierung, einem Vertrauensaufbau und der Steigerung des Selbstwertgefühls der Teilnehmer erreicht“ so der Projektleiter Heiko Wittwer. Der Projektaufbau, feste Ansprechpartner und sozialpädagogische Betreuung haben sich als erfolgreich erwiesen. Das bestätigt auch Christina Lyss, Teamleiterin des ILZ Havelland in Rathenow. Mit Stand von Juni 2010 konnten 38 Teilnehmer in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse integriert werden. In geringfügige Beschäftigungsverhältnisse wurden insgesamt 11 Teilnehmer vermittelt. „Mit diesem Ergebnis sind wir sehr zufrieden“ so Christina Lyss. „Die regelmäßigen Treffen zwischen den Projektbetreuern des ILZ Havelland und der Akademie Seehof werden wir fortsetzen, wenn das Projekt jetzt in die Verlängerung geht.“

02.06.2010 Ökowerk Rathenow lädt zum Tag der Offenen Tür
(Presseinformation Nr. 49)

Es ist wieder so weit – der Ökowerk Rathenow e.V. lädt auch dieses Jahr wieder zu einem „Tag der offenen Tür“ in den Ökogarten in den Ferchesarer Weg 22 nach Rathenow ein.

Gemeinsam mit der Akademie Seehof GmbH und mit Unterstützung des Integrations- und Leistungszentrums Havelland betreut das Ökowerk Arbeitsuchende und engagiert sich für die außerschulische Umweltbildung von Kindern und Jugendlichen. So wird die Gelegenheit genutzt und anlässlich des Tages der Umwelt am 7. Juni 2010 unter dem Thema „Leben ist Vielfalt“ Ausschnitte des Bildungs- und Betreuungsangebotes präsentiert.
Die dort im Projekt „Jumper Base“ arbeitenden Jugendlichen führen die Besucher durch den Ökogarten und können vielleicht auch schon mal den einen oder anderen Tipp zur Pflanzenaufzucht und Pflanzenvermehrung geben. Die Früchte der harten Gartenarbeit kommen, wie bereits im vergangenen Jahr, wieder der Rathenower Tafel zu Gute. Hier freut man sich über frisches Obst, Gemüse und Kräuter, das bei der Kälte dieses Jahr wohl etwas verspätet auf den Tisch kommen wird.

Die Mitarbeiter der Arbeitsgemeinschaft „Natur und Technik“ berichten über ihre Arbeit, die sie u.a. auch an die Grundschulen in Rathenow führt. Besucher und hier vor allem Kinder können sich in verschiedenartigen Experimenten ausprobieren. Außerdem stehen die Energieberater der Akademie Seehof an diesem Tag den Besuchern Rede und Antwort. Bei steigenden Energiekosten sind Tipps und Tricks zu Einsparmöglichkeiten immer gefragt.

Am Dienstag, den 8. Juni 2010 steht zusätzlich die Projektarbeit „Imkerei“ auf dem Tagesplan. Wer einmal in die Imkerei reinschnuppern möchte, hat hier dazu Gelegenheit.

27.05.2010 Schnelle Vermittlung von Jugendlichen im Fokus
(Presseinformation Nr. 50)

Nach den Plänen der Bundesregierung sollen junge Leute, die Leistungen nach dem SGB II erhalten, künftig binnen 6 Wochen ein verpflichtendes Arbeits- oder Fortbildungsangebot bekommen. „Das ist doch eigentlich nichts Neues“ so die Mitarbeiter/innen im Integrations- und Leistungszentrum Havelland. „Seit 2007 arbeitet der Bereich, der für die unter 25jährigen zuständig ist, nach dem System der Sofortvermittlung“ so Anja Heyne, Teamleiterin.
Jugendliche zwischen 18 und 24 Jahren, die zum ILZ Havelland kommen und Leistungen beantragen, erhalten sofort für den nächsten Tag einen Termin zum sogenannten Profiling und anschließend beim Arbeitsvermittler. Im Profilingcenter wird überprüft, ob ihre Fähigkeiten und Kenntnisse für den eigenen Berufswunsch ausreichen. Anschließend erhalten sie entweder einen Vermittlungsvorschlag für eine Arbeit bzw. Ausbildung oder ein abgestimmtes Angebot für eine Fördermaßnahme.

Die Erfahrung der letzten 3 Jahre hat gezeigt, dass von den angeschriebenen jungen Leuten nur etwa die Hälfte auch „im ersten Anlauf“ zum Profiling erscheint. 15 – 20 % bemühen sich selbst um Arbeit bzw. Ausbildung. Den verbleibenden Jugendlichen fehlen in der Regel grundlegende Schlüsselqualifikationen und Sozialkompetenzen. So haben von den 1.866 Jugendlichen zw. 18 und 24 Jahren, die z.Z. betreut werden, 260 keinen Schulabschluss und 1.201 keine Berufsausbildung. Ein Grossteil der jungen Leute hat keine Vorstellung davon, wie es zukünftig beruflich aussehen könnte. Schulden, Sucht- und zunehmend auch psychische Probleme kommen immer öfter belastend hinzu. Ohne Hilfe von außen, ist dies kaum in den Griff zu bekommen. Die vielfältigen Maßnahmen des ILZ Havelland sind auf die Jugendlichen und ihre vielschichtigen Problemlagen zugeschnitten. Z.B. das Projekt „JumPer“ – hier sollen Jugendliche durch entsprechende Qualifizierung und Praktika an den Arbeitsmarkt herangeführt werden. Im Projekt „JumPer Base“ kommen Motivations- und Verhaltenstraining, Bewerbungstraining und berufliche Orientierung hinzu. In der Produktionsschule wird u.a. die Möglichkeit geboten, den Schulabschluss nachzuholen. Aber auch ganz „schwierige Fälle“ werden nicht aufgegeben: Jugendliche, die zu keinem Projekt erschienen sind, werden innerhalb des Projektes Zukunft oder auch im Rahmen des Jugendcoaching, als Einzelfall betreut.

Bei allem Bemühen der Mitarbeiter des ILZ, die Jugendlichen in Ausbildung bzw. Arbeit zu bringen, ist eines jedoch ganz wichtig: die Mitwirkung der Jugendlichen selbst. Nur wer selber den Willen hat, an seiner Situation etwas ändern zu wollen, ist auch in der Lage die angebotene Unterstützung anzunehmen. Egal ob in der Industrie oder im Dienstleistungs-sektor, ein Schulabschluss und eine Berufsausbildung sind Grundlagen für ein Leben ohne völlige Abhängigkeit vom Staat. Zu dieser Einsicht zu gelangen, ist für manche Jugendliche ein langer Weg und führt leider oft nur über notwendige Leistungskürzungen zum Ziel. Die angebotene schnelle und umfassende Betreuung, verschiedenartige Hilfen mittels Projekten und das Fördern und Fordern durch Betreuer und Arbeitsvermittler soll die Jugendlichen dazu bringen, ihren Platz im Leben zu finden. Dass es vielen dann auch gelingt, zeigt der Hohe Anteil an Einmündundungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt, den das ILZ aufzuweisen hat.   

23.03.2010 Saisonarbeit beginnt
(Presseinformation Nr. 48)

Die Vorbereitungen zur Saisonarbeit 2010 sind abgeschlossen. Wie schon in den Jahren zuvor, so betreut auch in diesem Jahr die Personalagentur „AgroTime“, im Auftrag des ILZ Havelland, Leistungsempfänger aus dem SGB II Bereich während der Saisonarbeit.

2009 konnten 100 Leistungsempfänger in Arbeit vermittelt werden. Sie waren in rund 70 Betrieben (Landkreis Potsdam Mittelmark und Havelland) im Land-, Forst-, Garten- und Landschaftsbau tätig. Die Saisonarbeit in diesen Betrieben begann bereits im Februar und geht bis Oktober, in Einzelfällen auch bis Dezember eines jeden Jahres.

„Die Saisonarbeiter werden so vermittelt, dass in der Regel 30 bis 40 Minuten Fahrzeit anfallen“ so Frau Ina Pruschwitz von AgroTime. Die Fahrkosten werden durch das ILZ erstattet bzw. es wird ein Transport zur Verfügung gestellt. Bis jetzt haben sich 115 Saisonarbeiter gemeldet. Einige sind bereits das zweite bzw. dritte Mal dabei. So auch Karola Duschka – sie hat im vorigen Jahr in Fehrbellin in der Pilzzucht gearbeitet. „Man braucht schon 3 – 4 Wochen um sich an die körperliche Arbeit zu gewöhnen, aber ist dann erstaunt darüber, zu welchen Leistungen man doch noch fähig ist“ so Frau Duschka. Auch Herr Wittenberg ist wieder dabei und freut sich auf die Arbeit bei Werderfrucht. „Zu Beginn ist es Stress pur aber dann macht es Spaß und das Verhältnis der Kollegen untereinander ist gut“ so Herr Wittenberg.

Die Einsatzmöglichkeiten reichen von der Spargelernte über die Erdbeerernte bis hin zur Kirsch- und Apfelernte. Aber auch Verkaufspersonal, Sortierer, Lagerarbeiter und Gabelstaplerfahrer wurden gesucht. AgroTime bot die Möglichkeit, an Trainingstagen auszutesten, ob man den Ansprüchen körperlich gewachsen ist. Die Arbeitszeit wird vom jeweiligen Betrieb vorgegeben und beinhaltet Wochenend- und Feiertagsarbeit. Das Arbeitsverhältnis ist sozialversicherungspflichtig. Somit erarbeitet sich jeder SGB II Leistungsempfänger auch über die Zeit der Saisonarbeit eine Anwartschaft auf ALG I. Das ILZ zahlt dem Arbeitnehmer ergänzend zum Lohn noch einmal anrechnungsfrei 330 € in Form eines Einstiegsgeldes. Hinzu kommt wie bereits gesagt die Erstattung der Fahrkosten. Während der Saisonarbeit bleiben die Leistungsempfänger in der Betreuung ihrer Vermittler. Im vorigen Jahr konnten 25 Saisonarbeiter in ein festes Anstellungsverhältnis vermittelt werden.

18.03.2010 Vollständige Namensnennung würde Bearbeitungszeit verkürzen
(Presseinformation Nr. 47)

Mitarbeiter des Integrations- und Leistungszentrum Havelland an den drei Standorten in Nauen, Falkensee und Rathenow kämpfen täglich mit einem Problem: die Zuordnung von kaum zu identifizierenden Briefen an die Fachbereiche. Ein Teil der eingehenden Briefe trägt lediglich eine meist kaum zu entziffernde Unterschrift, z.B. Müller und auch keine Absenderadresse.

Jeder kann wohl nachvollziehen, wie schwierig es ist, diese Schreiben den richtigen Ansprechpartnern im ILZ zuzuordnen. Es beginnt eine langwierige Suche mit Hilfe von Suchfunktionen in den Bearbeitungsprogrammen. Und dann muss geprüft werden auf welchen der gefundenen „Müller“ der im Brief geschilderte Sachverhalt passt. Dies nimmt viel Zeit in Anspruch, die sinnvoller eingesetzt werden könnte.

Darum die Bitte des ILZ Havelland: Briefe sollen eine lesbare Unterschrift mit Vor- und Zunamen enthalten und die Angabe der Bedarfsgemeinschaftsnummer bzw. Kundennummer. Diese Angaben ermöglichen eine sofortige Weitergabe an die Sachbearbeiter und führen damit auch zu einer schnelleren Bearbeitung des Anliegens.

18.02.2010 Leistungsmissbrauch SGB II im Havelland bleibt auf Niveau von 2008
(Presseinformation Nr. 49)

Bundesweit sorgen Zahlen, die einen Anstieg beim Missbrauch von Hartz IV-Leistungen aufzeigen, für Aufsehen. „Im Landkreis Havelland liegt das Niveau der vorliegenden Zahlen annähernd bei dem von 2008“ so der zuständige Bereichsleiter im ILZ Havelland Michael Grund.

Das Prüfteam des ILZ Havelland hatte im vergangenen Jahr 336 Fälle auf Ordnungswidrigkeiten bzw. Straftatbestand zu untersuchen. Das ist eine etwa vergleichbare Zahl zu 2008. Die Prüfaufträge kommen in erster Linie von den Mitarbeitern der Leistungsabteilung - sie ermitteln die Höhe der Leistungsansprüche. Hier handelt es sich meist um Unstimmigkeiten in den eingereichten Unterlagen, die es zu klären gilt.
102 Fälle wurden an das Hauptzollamt zur Verfolgung gemeldet (2008 – 120 Fälle). Bundesweit ist das Hauptzollamt für die Verfolgung von Schwarzarbeit zuständig.
Weiterhin wurden 236 Ordnungswidrigkeiten festgestellt (2008 – 282), weil Leistungs-empfänger z.B. verspätet oder falsche Angaben zu einer Erwerbstätigkeit oder bereits bei der Antragstellung gemacht haben.
Das ILZ Havelland hat 2009 insgesamt 51 Strafanzeigen gestellt. Eine Strafanzeige wird in Fällen gestellt, in denen offensichtlich ist, dass Betrug begangen wurde, um sich einen finanziellen Vorteil zu verschaffen, z.B. das Verschweigen von Unterhaltszahlungen (Alleinerziehende erhalten Sozialgeld für ihre Kinder). Wenn der Kindsvater keinen Unterhalt zahlt, muss die Behörde dieses Geld vom Unterhaltspflichtigen einfordern. So war ein Vater erstaunt, dass die Mutter seiner Kinder die von ihm geleisteten Unterhaltszahlungen nicht angegeben hat. Er hat dem ILZ nachgewiesen, dass der Unterhalt auf ein Konto der Mutter regelmäßig eingezahlt wurde. Daraufhin wurden die zu Unrecht gewährten Leistungen in einer Gesamthöhe von 3.600 € zurückgefordert und gleichzeitig Strafanzeige gestellt. Das Gericht verurteilte die Mutter zu einer Geldstrafe von 1.700 €.
Auch Aufforderungen, denen nicht nachgekommen wird, führen letztlich zur Durchsetzung des Rechts. So wurde ein Vater aufgefordert, dem ILZ Auskunft über seine Einkommensverhältnisse zu geben, um die Höhe der Unterhaltszahlung zu ermitteln. Der Unterhaltsverpflichtete kam keiner Aufforderung nach und hat letztendlich auch die Zwangsgeldforderung des Familiengerichts ignoriert. Der Fall endete mit dem Erlass eines Haftbefehls.

Mit den 18 eingeleiteten Bußgeldverfahren im vergangenen Jahr wurden Bußgelder in Höhe von knapp 9.000 € verhängt, die in die Landeskasse fließen. Gelder aus Strafverfahren, im Durchschnitt jährlich 5stellige Beträge im Havelland, fließen in den Bundeshaushalt zurück.
Sozialbetrüger werden meist durch den automatisierten Datenabgleich enttarnt. Dabei werden persönliche Daten von Leistungsempfängern mit den Daten anderer Behörden abgeglichen. Z.B. kann beim Rententräger eingesehen werden, ob Rentenbeiträge gezahlt werden; es kann geprüft werden ob Freistellungsaufträge bei Banken vorliegen und vieles mehr. Im Schnitt werden durch das ILZ Havelland pro Jahr 13.500 Datenabgleiche vorgenommen.

„Den 8.689 Bedarfsgemeinschaften mit derzeit insgesamt 15.563 Personen stehen 336 Fälle von Ordnungswidrigkeiten und Strafanzeigen gegenüber. Dies ist ein eher geringer Anteil“ so Michael Grund. „Trotzdem wird hier im Havelland intensiv daran gearbeitet, Missbrauch zu unterbinden und wenn nötig entsprechend zu ahnden.“ Dies geschieht auch durch die Bearbeitung von Hinweisen, die im ILZ HVL z.B. über unsere Homepage www.ilz-havelland.de eingehen.